{"id":1635,"date":"2014-02-17T15:27:31","date_gmt":"2014-02-17T14:27:31","guid":{"rendered":"http:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/?p=1635"},"modified":"2014-02-17T15:27:31","modified_gmt":"2014-02-17T14:27:31","slug":"21-11-2013-vasko-damjanov-eine-reflexion-ueber-die-aussage-musik-ist-eine-sprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/21-11-2013-vasko-damjanov-eine-reflexion-ueber-die-aussage-musik-ist-eine-sprache\/","title":{"rendered":"21.11.2013 Vasko Damjanov \u201cEine Reflexion \u00fcber die Aussage &#8218;Musik ist eine Sprache\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Die Tapesession wurde vom Refrenten in vier wesentliche Teile geteilt:<br \/>\n1.Eine Einf\u00fchrung zum Thema &#8218;Musik und Sprache&#8216;.<br \/>\n2.Vergleich von Kommunikationssystemen mit Musik.<br \/>\n3. Der umfassenste Teil besch\u00e4ftigt sich mit einer Vortragsreihe \u201cThe unanswered question\u201d von Leonard Bernstein.<br \/>\n4. Eine kleine\u00a0 Zusammenfassung und weiter Reflexionen zum Thema.<br \/>\n<!--more-->Es wurde zun\u00e4chst festgestellt, dass Sprache ein Werkzeug der Kommuniaktion ist.<br \/>\nDer Begriff\u00a0 &#8218;Kommuniaktion&#8216; wurde wiederum, mit Hilfe von verschiedenen Kommunikationsmodellen, erleutert.<br \/>\nErw\u00e4hnt wurde das &#8218;Shannon und Weaver Modell&#8216;, das &#8218;Vier-Ohren-Modell&#8216; von<br \/>\nSchulz von Thun, &#8218;5 Axiome&#8216; von Watzlawik und die &#8218;generative Grammatik&#8216; von Noam Chomsky.<br \/>\nDie Modelle wurden in einen musikalischen Kontext gebettet. Diese Gedankenexperiment sollte einen Weg\u00a0 zum Hauptteil der Vorlesung ebnen.<\/p>\n<p>Leonard Bernstein hat in seiner 6-teiligen Fernsehreihe &#8218;The unanswered question&#8216; einen Versuch unternommen eine Br\u00fccke zwischen linguistischer und musikalischer Fachterminologie zu schlagen.<br \/>\nIn seinem ersten Teil geht es um Phonologie in Musik sowie Sprache. Bernstein behauptet an der Obertonreihe k\u00f6nne man eine Evolution , was die Klangbildung in der Musikgeschichte angeht, erkennen.<br \/>\nIm zweiten Teil geht es um die Syntax.<br \/>\nHierbei kommt Bernstein zum Schluss, dass\u00a0 man Poesie und Musik gegen\u00fcberstellen muss, um eine Ann\u00e4herung eines Vergleiches zu bekommen.<br \/>\nAnhand von Ausl\u00f6schungen gewinnt die Musik und die Poesie ihre \u00e4sthetische Stellung als das, was sie sind.<br \/>\nHinzu zieht er dabei vorallem die Lehre von Chomskys Transformationen von einer Tiefenstruktur zu einer Oberfl\u00e4chenstruktur und wendet sie auf die &#8218;musikalische Syntax&#8216; an.<br \/>\nIm dritten und letzen Teil referiert Bernstein \u00fcber die Semantik in Musik und Sprache.<br \/>\nDer wohl umfassenste und komplizierteste Teil befasst sich mit Vielerlei.<br \/>\nSo hat Bernstein \u00fcber Parallelen in der musikalischen sowie sprachlichen Rhetorik referiert,weiter\u00a0 die au\u00dfer- sowie innermusikalische Bedeutungen erw\u00e4hnt und inwiefern Musik, hinsichtlich der imminenten Wirkung, der Sprache voraus ist.<br \/>\nEin zentraler Begriff ist dabei der, der Symbolik.<br \/>\nNach Bernsteins Aufassung ist Musik hoch metaphorisch und symbolisch.<\/p>\n<p>Das Schlusswort der Tapesession:<br \/>\nUnsere Sprache ist zu unserer zweiten Natur geworden. Wir lernen als Kinder sehr schnell durch\u00a0 Sprache all unsere Bilder und anderen vagen Erscheinungen in unserem Kopf ersetzen zu lassen.<br \/>\nKein Wunder, dass wir etwas so zu unserem Alltag gewordenen, alles dominieren lassen, was wir wahrnehmen. Nur so w\u00fcrde es passieren, dass wir etwas als \u201abesonders\u2019 gemeintes Ding wie Musik, als Sprache bezeichnen k\u00f6nnten. In dem Versuch alles mit Hilfe von W\u00f6rtern zu betiteln und bezeichnen, sind die Grenzen verschwommen zwischen dem, was Sprache ist und dem Bezeichneten. Und die Grenzen verschwimmen auch manchmal wirklich.<br \/>\nDie unterschiede\u00a0 und Gleichheiten von Musik und Sprache sind zu Teilen in dieser Tapesession klar geworden:<br \/>\nMusik ist nicht so spezifisch, ihre Funktion ist rein \u00e4sthetisch und hat einen konstanten Fluss. Sprache ist klarer und speziefischer kann einen eindeutigen Apell innehalten und entbehrt einer gewissen imminenten Wirkung . Paradoxerweise wird Sprache, je spezifischer sie wird, von immer weniger Menschen verstanden. Sie nimmt eine Art Elitarismus an, vorbestimmt f\u00fcr die Menschen die das Vokabular haben. Weil sie nun mal das Werkzeug von einer gr\u00f6\u00dferen Sache dem Ding an sich sind.<\/p>\n<p>Musik ist nicht universell und Sprache genauso wenig.<br \/>\nBeziehungsweise je universeller eines der beiden ist, desto weniger fasslich wird es, aber daf\u00fcr emotional imminenter.<br \/>\nWir teilen alle scheinbar etwas Universelles, ein Ding-an-sich, dass durch alle unsere Ausdrucksm\u00f6glichkeiten an die Oberfl\u00e4che tritt, aber getr\u00fcbt ist von anderen Einfl\u00fcssen.<br \/>\nDieses &#8218;Konzept&#8216; wie Bernstein es meinte, besteht also sozusagen als Ursprung von Musik und Sprache. Es macht sie aber weder gleich noch ungleich, sondern zu zwei vergleichbaren \u00c4sten\u00a0 vom Baum der selben Wurzel.<\/p>\n<p>Playlist:<br \/>\n_Bobby Mcferrin Interview Beatbox Battle TV 2007<br \/>\n_Leonard Bernstein &#8218;unanswered question&#8216; WGBH studios 1973<\/p>\n<p>Links:<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sender-Empf\u00e4nger-Modell<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vier-Seiten-Modell<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_Watzlawick<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Noam_Chomsky<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leonard_Bernstein<br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ktotbE4rN2g\u00a0 \u200bBobby Mcferrin interview<br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MB7ZOdp__gQ\u00a0\u00a0 \u200bThe unanswered question1<br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=r_fxB6yrDVo \u200bThe unanswered question2<br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8IxJbc_aMTg \u200bThe unanswered question3<br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hwXO3I8ASSg \u200bThe unanswered question4<br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kPGstQUbpHQ \u200bThe unanswered question5<br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OWeQXTnv_xU \u200bThe unanswered question6<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tapesession wurde vom Refrenten in vier wesentliche Teile geteilt: 1.Eine Einf\u00fchrung zum Thema &#8218;Musik und Sprache&#8216;. 2.Vergleich von Kommunikationssystemen<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-1635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tape-sessions"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1635"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1635\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1637,"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1635\/revisions\/1637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/icem-www.folkwang-uni.de\/icem-web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}