Studioanleitung: Studio 2

Inhaltsverzeichnis

  1. Ein- und Ausschalten des Studios
  2. Einrichtung
    2.1. Benutzung des eigenen Computers
    2.1.1. via Apogee Symphony (Mehrkanal-Abhöre und Aufnahme)
    2.1.2. via Phonitor 3 DAC (Stereo-Abhöre)
    2.2. Benutzung des Mac Studio
  3. Normalisierung

1. Ein- und Ausschalten des Studios

Vor und nach der Arbeit in Studio 2 müssen die Geräte unbedingt in der auf dem Sicherungskasten neben der Tür angegebenen Reihenfolge ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Einschalten: 1) Hauptschalter einschalten, 2) alle benötigten Geräte in der Einschaltreihenfolge einschalten (S1 bis S7)
Ausschalten: 1) alle eingeschalteten Geräte in der Ausschaltreihenfolge ausschalten (S7 bis S1), 2) Hauptschalter ausschalten

2. Einrichtung

In Studio 2 kann sowohl mit dem eigenen Computer, als auch mit dem vor Ort vorhandenen Mac Studio gearbeitet werden. Das RME-Interface ist ausschließlich für die Arbeit mit dem Mac Studio vorgesehen. Für die Arbeit mit einem eigenen Computer bzw. Notebook sind das Apogee Symphony sowie der Phonitor 3 DAC vorgesehen. Beide Interfaces sind Class Compliant, können also auch ohne die Installation von Treibern unter MacOS, Windows 11 und Linux-Systemen benutzt werden.


2.1. Benutzung des eigenen Computers

Die Verwendung eines eigenen Computers in Studio 2 ist über zwei Wege möglich.

2.1.1. via Apogee Symphony (Mehrkanal-Abhöre und Aufnahme)

Das Apogee Symphony Interface wird über das USB C-Kabel auf dem Schreibtisch angeschlossen. Es kann, da es Class Compliant ist, ohne die Installation von Treibern direkt verwendet werden. Die Steuerung der Hardware (z.B. Verstärkung der Eingänge, 48V-Spannung etc.) kann über den Encoder und die entsprechenden Buttons am Gerät selbst vorgenommen werden. Eine komfortablere Steuerung des Geräts ermöglicht die Software Apogee Control 2. Da diese nur mit einem Apogee-Account heruntergeladen werden kann, befinden sich aktuelle Installationspakete für dieses Programm auf dem entsprechenden USB auf dem Schreibtisch (oder unten als Download), mit denen die Software bei Bedarf installiert werden kann (Windows und MacOS).

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Treiber Herunterladen

Beim Verwenden des Apogee ist folgendes zu beachten:

  • das Apogee-Interface (links im Tisch) muss, nachdem die Stromversorgung eingeschaltet wurde (s.o.), manuell gestartet werden
  • der SPL MC16 (rechts im Tisch) muss auf Input 1 („APOGEE + PHONITOR“) geschaltet sein
  • der Regler am MC16 steuert den Pegel der Lautsprecher
  • der SOURCE-Regler des Phonitor (auf dem Tisch) muss auf „APOGEE“ stehen
  • der Regler am Phonitor steuert ausschliesslich den Pegel des Kopfhörer-Ausgangs am Phonitor
  • verwendet werden für das Monitoring via Kopfhörer nur die ersten beiden Kanäle des anliegenden Signals

Signalfluss:


Apogee Out1-2 > (Patchbay) > Phonitor XLR1 in > MC16 In1-2


Apogee Out3-16 > (Patchbay) > MC16 In3-16

Patchbay:
Die Ausgänge des Apogee sind über die Patchbay (Rack links) normalisiert. Es muss also nichts gepatcht werden.
Die Eingänge des Apogee müssen über die Patchbay (Rack links) gepatcht werden, da sie nicht normalisiert sind. Für die XLR-Eingänge müssen die DTOX XLR inputs 1-8 (bzw. die jeweils verwendeten) auf Apogee in 1-8 gepatcht werden. Die XLR-Eingänge befinden sich in dem RME DTOX-16I/O im Rack.

2.1.2. via Phonitor 3 DAC (Stereo-Abhöre)

Für Projekte, bei denen nur eine Stereo-Abhöre benötigt wird, kann auch der Phonitor 3 DAC (auf dem Tisch) als Interface benutzt werden. Zu beachten ist, dass diese Soundkarte über keine Eingänge verfügt. Der Phonitor ist, wie auch das Apogee, Class Compliant. Bei der Arbeit mit dem Phonitor können sowohl Kopfhörer an das Gerät angeschlossen werden, als auch die Stereo-Abhöre des Studios über den SPL MC16 angesteuert werden.
Der Phonitor wird über ein USB-Kabel auf dem Schreibtisch an den mitgebrachten Computer angeschlossen.
Beim Verwenden des Phonitor ist folgendes zu beachten:

  • der SOURCE-Regler des Phonitor (auf dem Tisch) muss auf „USB“ stehen
  • der Regler am Phonitor steuert den Pegel des Kopfhörer-Ausgangs am Phonitor
  • der SPL MC16 (rechts im Tisch) muss auf Input 1 („APOGEE + PHONITOR“) geschaltet sein
  • der Regler am MC16 steuert den Pegel der Stereo-Abhöre

2.2. Benutzung des Mac Studio

Der Mac Studio (im linken „Bein“ des Tisches) wird ausschließlich mit dem RME-Interface (links im Rack) verwendet. Da das RME-Interface selbst nicht über hinreichend analoge Ausgänge für die Mehrkanal-Abhöre verfügt, ist an das RME via MADI 1-16 ein Andiamo DA-Wandler angeschlossen. Zu beachten ist also, dass für die Abhöre in der Software die entsprechenden MADI-Kanäle angewählt sein müssen.
Auf folgendes ist bei der Verwendung des Mac Studio zu achten:

  • der Mac Studio (im linken „Bein“ des Tisches) wird über den entsprechend beschrifteten hellgrauen Schalter eingeschaltet
  • der SPL MC16 (rechts im Tisch) muss auf Input 2 („RME/ANDIAMO“) geschaltet sein
  • der Regler am MC16 steuert den Pegel der Lautsprecher
  • Kanal 16 am MC16 beinhaltet den Bassanteil der Top-Lautsprecherkanäle 9–12 und sollte bei Mehrkanalbetrieb immer aktiv sein. Das Bassmanagement für die Top-Kanäle erfolgt im RME-Interface.
  • der Phonitor kann mit dem Mac Studio/RME nicht ohne Patchen verwendet werden. Falls dies gewünscht ist, einfach im Steckfeld die Ausgänge (RME) Andiamo 1–2 auf den XLR 2-Eingang des Phonitor patchen und am Phonitor den XLR 2-Eingang wählen. Das Patchen unterbricht die Signalführung zum MC16 nicht; die Signale werden gesplittet und sind zusätzlich auf den XLR-2-Eingang des Phonitor verfügbar (siehe Normalisierung).

Patchbay:

Die MADI-Ausgänge 1-16 des RME/Andiamo (Rack links) sind normalisiert auf die Inputs des MC16. Es muss also nichts gepatcht werden.
Die analoge (Line-)Ausgänge können bei Bedarf gepatcht werden.
Mikrofonsignale via XLR werden direkt am RME-Interface angeschlossen. Line-Inputs können über RME Line in 1-8 bei Bedarf gepatcht werden.

3. Normalisierung

Die Neutrik-Steckfelder sind teilweise normalisiert (Halbnormalisierung nach unten). Alle analogen Leitungen werden über die Neutrik-TT-Steckfelder im Rack geführt und sind dank der Normalisierung für die häufigsten Anwendungsfälle ohne zusätzliche Verkabelung vorbereitet.

In diesem Kontext bedeutet Normalisierung, dass Signale intern weitergeleitet werden, als wäre ein Kabel gesteckt. Konkret sind die Steckfelder halbnormalisiert von der oberen zur unteren Buchse. Alle Buchsen mit weiß hinterlegter Beschriftung sind entsprechend halbnormalisiert.

Die Verbindung wird unterbrochen, wenn ein Kabel in die untere Buchse gesteckt wird. Das Einstecken in die obere Buchse unterbricht die Verbindung hingegen nicht, sondern wirkt als Split: Das Signal wird weiterhin nach unten geführt und gleichzeitig über das gesteckte Kabel ausgegeben.

Grafik Normalisierung

Jorge Vallejo. Danke an Ruben Philipp. Stand April 2026.